- vor 4 Tagen
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Das vergangene Wochenende hatte für die Weinviertel Spartans zwei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen intensive Football-Tage im Gepäck. Während unsere U15 am 1. Mai in Baumgarten einen schweren Gameday zu bewältigen hatte, empfing die Kampfmannschaft am Abend desselben Tages die Blackvalley Wild zum Friday-Night-Game unter Flutlicht. Beide Teams zeigten Herz, Einsatz und Leidenschaft – auch wenn die Ergebnisse am Ende nicht das widerspiegelten, was sich Spieler, Coaches und Fans erhofft hatten.
U15 FLAG – Ein Tag voller Herausforderungen und Charakter
Drei Spiele, drei Niederlagen – 0:61 gegen die Dragons, 6:44 gegen Bluehawks/Bastards und 0:35 gegen die Patriots. Auf dem Papier sieht es bitter aus, doch wer die Spiele gesehen hat, weiß: Die jungen Spartans haben trotz widrigster Umstände nie aufgegeben.
Ersatzgeschwächt, ohne ihren Spielmacher Nino Kosel und mit mehreren Spielern auf ungewohnten Positionen, musste das Team improvisieren. Safety Konstantin Hymer übernahm zunächst die Quarterback-Rolle, fiel jedoch bereits im ersten Spiel angeschlagen aus. Danach führte Max Rath – eigentlich Safety/Cornerback und noch nie zuvor als QB im Einsatz – die Offense aufs Feld. Eine enorme Herausforderung, die er mit Mut und Einsatz annahm.
Auch defensiv wurde umgestellt. Die neue Formation zeigte grundsätzlich Wirkung, doch die kurze Vorbereitungszeit machte sich bemerkbar. Viele individuelle Fehler verhinderten, dass die Spartans das Potenzial ihrer Ansätze voll ausschöpfen konnten.
Trotz allem gab es Lichtblicke: Immer wieder zeigten die Spieler starke Einzelaktionen, kämpften um jeden Yard und ließen sich nicht entmutigen. Für den emotionalen Höhepunkt sorgte Lucas Grohmann, der auf einer ungewohnten Position als Cornerback einen Pass abfing und mit einem Pick-Six den einzigen Touchdown des Tages erzielte.
Der Playoff-Tag ist damit zwar in weite Ferne gerückt, doch die Saison ist noch nicht vorbei. Drei Spieltage bleiben – drei Chancen, sich weiterzuentwickeln, kleine Schritte nach vorne zu machen und vor allem die Freude am Spiel hochzuhalten. Genau das ist es, was Jugendfootball ausmacht.
KAMPFMANNSCHAFT – Heimspiel unter Flutlicht endet mit 9:43-Niederlage
390 Zuschauer, perfektes Wetter, Flutlicht, Friday-Night-Atmosphäre – die Bühne war bereitet für ein intensives Footballspiel. Und die Spartans starteten gut: Nach einem gestoppten Drive der Wild gelang der Offense ein sehenswerter Angriff, den Georg Gangl mit einem 10-Yard-Pass auf Max Regner zum Touchdown abschloss. Der Extrapunkt misslang, doch die Stimmung war da.
Was folgte, war ein Spiel mit Höhen, aber auch vielen Tiefen. Die Defense hielt im ersten Viertel gut dagegen, doch ein Safety brachte die Wild wieder heran. Im zweiten Viertel fand die Spartans-Defense kein Mittel gegen das Laufspiel und die tiefen Bälle der Gäste – drei Touchdowns waren die Folge. Ein Fumble-Recovery von Mario Woinar und ein Fieldgoal von Simon Hucik sorgten zumindest für ein kleines Lebenszeichen.
Nach der Pause stabilisierte sich das Spiel etwas. Ein knapp verfehltes 30-Yard-Fieldgoal hätte Momentum bringen können, stattdessen verwandelten die Wild ihr eigenes Fieldgoal nach einem Fumble der Spartans. Im letzten Viertel setzte sich das Bild fort: Die Spartans kämpften, aber die Wild fanden immer wieder Lücken und punkteten erneut.
Trotz der deutlichen Niederlage gab es zahlreiche starke Einzelaktionen: kraftvolle Runs von Daniel Habernig und Florian Krammer, mehrere Tackles for Loss durch Muck, Brabec, Trinkler und Schöller, ein QB-Sack von Daniel Huber sowie sehenswerte Catches und Returns von Regner, Stummerer und Berger. Aktionen, die zeigen, dass das Team Qualität besitzt – aber auch, dass noch Arbeit vor ihnen liegt.
FAZIT – Ein Wochenende, das Spuren hinterlässt
Es war kein Wochenende für die Ergebnisstatistik, aber eines, das Charakter zeigt. Beide Teams standen vor großen Herausforderungen, beide Teams haben gekämpft, beide Teams haben Momente gehabt, die Mut machen.
Die U15 wächst an ihren Aufgaben und wird aus jedem Spiel stärker hervorgehen.
Die Kampfmannschaft weiß, woran sie arbeiten muss – und hat gleichzeitig gezeigt, dass sie trotz Rückschlägen immer wieder Akzente setzen kann.
Football ist ein Sport der Entwicklung, der Anpassung, des Durchhaltens. Und genau das haben die Spartans an diesem Wochenende bewiesen.
We keep fighting. We keep growing. Go Spartans.


















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