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Manche Wochenenden fühlen sich an wie eine ganze Saison in 48 Stunden: Jubel, Rückschläge, brennende Sonne, schwere Beine – und trotzdem dieser eine Gedanke, der bleibt: Wir sind Spartans.Genau so war dieses „Großkampf‑Wochenende“ für die Weinviertel Spartans. Von der U15 in Telfs über die U13 in Lanzendorf bis zum Salute‑to‑Service‑Gameday der Kampfmannschaft in Mistelbach: Es war ein Football‑Marathon, der alles hatte – und vor allem eines gezeigt hat: Charakter.
Flag U15 – In Telfs mit Mut gestartet, mit Stolz heimgefahren
Am Samstag, 11.04.2026, war die Flag‑U15 beim Spieltag in Telfs im Einsatz. Drei Spiele, viel Hitze, viel Tempo – und ein Team, das sich nicht versteckt hat. Im Gegenteil: Die Spartans haben gezeigt, dass sie nicht nur Plays können, sondern auch Willen.
Spiel 1: Weinviertel Spartans vs. Carnuntum Legionaries – 20:14 Sieg
Ein Start, wie man ihn sich wünscht: Sieg – und dazu richtig starke Highlights.Offensiv war es ein Spiel der mutigen Ideen: Nino Kosel verwandelte einen Trickspielzug nach einem Pass von Theo Simka in einen Touchdown, und Theo Simka selbst scorte später nach einem Pass von QB Kosel.
Den Moment, der das Spiel endgültig kippen ließ, lieferte aber die Defense: Konstantin Hymer fing eine Interception ab – und trug sie als Pick Six direkt in die Endzone. Das sind diese Momente, in denen ein ganzes Team spürt: Heute geht was!
Defensiv stachen zudem Max Rath und Lukas Strobl mit je einer Interception heraus. Und als ob das nicht genug wäre, setzte David Grünböck mit einem Quarterback‑Sack ein weiteres Ausrufezeichen.
Spiel 2: Panonia Eagles vs. Weinviertel Spartans – 12:27 Niederlage
Dieses Spiel tat weh – nicht, weil es schlecht war, sondern weil es so lange offen war. Die Spartans waren über weite Strecken nur sechs Punkte hinten. Man hat gespürt: Da ist etwas möglich. Und genau deshalb war es eines dieser Spiele, bei denen die Spannung am Feld fast greifbar ist.
In der Schlussphase ging man „All‑In“, riskierte alles – und kassierte leider noch weitere Punkte. Trotzdem: Das war großartige Leistung und ein richtig schönes, intensives Flag‑Football‑Spiel von beiden Teams.
Für die Spartans punkteten Lukas Grohmann nach einem Pass von Nino Kosel sowie Nino Kosel selbst mit einem starken Quarterback‑Run – Plays, die zeigen, dass diese Offense jederzeit zünden kann.
Spiel 3: Weinviertel Spartans vs. Dark Angels – 6:56 Niederlage
Manchmal weiß man schon vor dem Kickoff: Das wird eine ganz harte Nummer. Genau so war es gegen die Dark Angels. Die Spartans gingen bereits ersatzgeschwächt in diese Partie – Hitze und Verletzungen forderten ihren Tribut. Und trotzdem: Aufgeben war keine Option.
Der Lohn für diesen Spirit: Ein Touchdown – und zwar durch die Defense. Max Rath erzielte mit einem Pick Six die sechs Spartans‑Punkte. Konstantin Hymer konnte eine weitere Interception auf sein Konto schreiben. Dazu gelang es dem Team immer wieder, gute First Downs herauszuspielen – kleine Siege mitten in einem schweren Spiel.
Die Trainer waren nach dem Abpfiff trotz des Ergebnisses stolz – weil man gesehen hat, wie das Team zusammenhält, kämpft und selbst in schwierigen Momenten Football spielt.
Trainer Florian Kosel:
„Klar merkte man, dass uns noch etwas der Rhythmus fehlt, aber ich glaube, dass wir eine gute Saison vor uns haben werden.“
Flag U13 – Erste Saison, großer Gegner, noch größere Schritte
Am Sonntag, 12.04.2026, wartete für die Flag‑U13 in Lanzendorf bei Wien gleich ein echter Härtetest. Viele Spieler sind in ihrer ersten Flag‑Football‑Saison – und dann kommen am ersten Spieltag Gegner, die zu den stärksten der Liga zählen. Das ist kein leichter Einstieg. Aber es ist einer, der schnell zeigt, worauf es ankommt: Mut, Lernen, Zusammenhalten.
Spiel 1: Weinviertel Spartans vs. Vienna Knights – 12:26 Niederlage
Und genau da passierte etwas richtig Schönes: Die Rookies schrieben sofort an – mit zwei Touchdowns.Quarterback Sebastian Sattmann, in seinem allerersten Flag‑Spiel, fand gleich zweimal Finn Mehling in der Endzone. Das sind diese Momente, die man nie vergisst: das erste Spiel, der erste Drive, und plötzlich steht man da und weiß: Ich kann das.
Auch die Defense lieferte ein Highlight: Gabriel Tragler holte mit einer Interception den Ball zurück – ein starkes Zeichen und ein echter Energie‑Schub fürs Team.
Spiel 2: Dark Angels vs. Weinviertel Spartans – 0:76 Niederlage
Hier prallten zwei Welten aufeinander. Die Dark Angels sind ein Vollblut‑Flag‑Verein, extrem eingespielt und professionell. Für die jungen Spartans war das brutal – aber genau solche Spiele sind manchmal die, aus denen man am meisten mitnimmt.
Trotzdem gab es wieder einen Moment, an dem das Team jubeln konnte: Gabriel Tragler setzte mit einer weiteren Interception ein kleines, aber wichtiges defensives Highlight. Und auch wenn das Scoreboard hart aussieht: Für Kids und Coaches war es ein Lehrspiel, das Richtung und Motivation geben kann.
Spiel 3: Weinviertel Spartans vs. Graz Giants – 0:44 Niederlage
Auch gegen die Graz Giants war zu spüren, dass die Spartaner noch „grün hinter den Ohren“ sind – und dass Erfahrung auf diesem Niveau einen Unterschied macht. Aber: Genau deshalb zählt der Blick auf das, was bleibt. Und das ist die Entwicklung aus Spiel 1, der Mut, anzuschreiben, die Bereitschaft, wieder aufzustellen und weiterzumachen.
Das Team wird daraus lernen – und es wird daraus wachsen. Darauf kann man stolz sein.
<Fotos vom U13 Gameday folgen in Kürze>
Kampfmannschaft – Salute to Service in Mistelbach: große Bühne, bitteres Ergebnis
Den Abschluss dieses Wochenendes bildete am 12.04.2026 das Heimspiel der Kampfmannschaft im Sportzentrum Mistelbach gegen die Steyr Predators – ein besonderer Tag im Zeichen von „Salute to Service“.
Einsatzkräfte von Polizei, Rettung, Feuerwehr und der Kaserne Mistelbach waren eingeladen, es gab Fahrzeugausstellungen, Infostände, VR‑Einblicke, ein Krankenwagen des Roten Kreuzes – und den Ehrenkickoff durch Garnisonskommandant Hans‑Peter Hohlweg. Rund 290 Zuschauer sorgten für eine starke Kulisse, gute Gastro und echte Gameday‑Atmosphäre.
Sportlich verlief der Abend aber nicht so, wie man es sich nach dem grandiosen Auswärtssieg in der Vorwoche erhofft hatte: Die Spartans unterlagen den Predators deutlich mit 6:40.
Von Beginn an wirkte es, als wäre „der Wurm drin“: In der Defense fand man kein Rezept gegen das starke Laufspiel der Predators, in den Special Teams war man unterlegen, und in der Offense fehlte der Rhythmus – sowohl im Lauf‑ als auch im Passspiel. Dazu kamen Eigenfehler, wie schlechte Snaps, die immer wieder für ungünstige Feldpositionen sorgten.
Und doch gab es diesen einen Moment, der kurz Hoffnung machte: Bruno Smejkal fing im zweiten Quarter eine Interception ab – ein Lichtblick, bei dem man für einen Augenblick an den Momentum‑Wechsel glauben durfte. Leider kippte das Spiel danach nicht in Richtung Spartans.
Am Ende muss man ehrlich eingestehen: Die Predators traten an diesem Tag mit mehr Leidenschaft auf, waren sehr gut eingestellt und gingen als verdienter Sieger vom Platz.Den Spartans blieb der späte Touchdown im vierten Viertel durch Marcus Stummerer – und die Erkenntnis, dass dieses Team mehr kann, als es diesmal gezeigt hat. Der letzte Offense‑Drive deutete an, dass mit mehr Feuer und weniger Fehlern auch ein anderer Spielverlauf möglich gewesen wäre.
Fazit: Ein Wochenende, das zusammenschweißt
Ja, die Ergebnisse waren nicht überall das, was man sich wünscht. Aber dieses Wochenende hat etwas gezeigt, das man nicht auf ein Scoreboard schreiben kann: Einsatz, Mut und Zusammenhalt – bei den Kleinsten, bei der U15 und auch bei der Kampfmannschaft.
Und genau daraus entstehen die besten Geschichten: nicht aus perfekten Sonntagen, sondern aus jenen Tagen, an denen man fällt – und als Spartans wieder aufsteht.
Once a Spartan – always a Spartan.










































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