- vor 20 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Beim letzten Heimspiel der Saison empfingen die Weinviertel Spartans die Goldwörth Raccoons im Sportzentrum Mistelbach. Rund 160 Zuschauer fanden den Weg ins Stadion und sahen ein Spiel gegen einen starken Gegner, der als Tabellenzweiter und klarer Favorit anreiste. Am Ende mussten sich die Spartans mit 7:34 geschlagen geben.
Fehlstart prägt die Anfangsphase
Die Spartans starteten mit der Offense ins Spiel – doch gleich der erste Spielzug brachte einen herben Rückschlag. Ein Fumble wurde von den Raccoons aufgenommen, die den Ball wenige Yards vor der Endzone übernahmen und direkt in sieben Punkte verwandelten.
Dieser frühe Schock war deutlich spürbar. Es dauerte einige Zeit, bis die Offense in ihren Rhythmus fand. Zwar konnte die Mannschaft in mehreren Drives die Kette gut bewegen und wichtige Yards erzielen, doch der entscheidende Durchbruch blieb aus. Entweder musste man punten oder verlor den Ball durch Interceptions an die Gäste.
Ein erstes Highlight setzte dennoch Max Regner, der mit einem starken 40-Yard-Kickoff-Return im ersten Viertel für Energie auf Seiten der Spartans sorgte.
Defense hält lange dagegen
Die Defense zeigte über weite Strecken eine sehr ordentliche Leistung. Diesmal funktionierten auch immer wieder kleine Erfolge im attackieren des Laufspiels, und auch im Tackling war eine klare Steigerung zu erkennen.
Im zweiten Viertel gelang den Raccoons dennoch ein weiterer Touchdown – begünstigt durch eine falsche Zuordnung im Backfield der Spartans. Der Extrapunkt misslang, wodurch es mit einem 0:13 in die Halbzeit ging.
Trotz des Spielstands war spürbar, dass die Mannschaft kämpfte und sich in einzelnen Phasen durchaus behaupten konnte – allerdings war auch die Qualität des Gegners offensichtlich: Die Raccoons überzeugten durch Physis, Spielverständnis und Geschwindigkeit.
Einzelaktionen setzen positive Akzente
Auch im weiteren Spielverlauf gelang es den Spartans, immer wieder gute Aktionen zu setzen. Ein wichtiges Zeichen setzte Gregor Berger im dritten Viertel, als er einen Pass der Raccoons abfangen konnte und der Offense damit erneut eine Chance eröffnete.
Doch die Gäste blieben effizient und bauten ihre Führung weiter aus. Während die Spartans weiterhin um jeden Yard kämpften, konnten die Raccoons ihre Überlegenheit nutzen und das Spiel zunehmend kontrollieren.
Starker Abschluss trotz klarem Spielstand
Im vierten Viertel entwickelte sich das Spiel noch einmal zu einem Schlagabtausch. Die Raccoons erhöhten mit zwei weiteren Touchdowns auf insgesamt 34 Punkte.
Doch auch die Spartans setzten ein klares Zeichen: Erneut war es Gregor Berger, der mit großartigem Timing und Fingerspitzengefühl einen Pass der Gäste kurz vor dem Boden abfing und direkt in die Endzone retournierte – ein starkes Play, das mit dem erfolgreichen Extrapunkt durch Simon Hucik zum verdienten Touchdown führte.
Zusätzlich konnte Stefan Kopriva noch einen Quarterback-Sack verbuchen und damit ein weiteres Ausrufezeichen setzen.
Mehr als nur das Ergebnis
Auch wenn das Spiel am Ende klar verloren ging, zeigte die Mannschaft Einsatz, Moral und Einzelmomente. Besonders gegen einen Gegner auf diesem Niveau sind solche Erfahrungen wertvoll.
Sportlich fordernd, aber menschlich auf höchstem Niveau: Die Raccoons präsentierten sich als äußerst sympathischer Verein. Harte, aber stets faire Spielweise sowie gute Gespräche nach dem Spiel auf der Tribüne sorgten für einen gelungenen Ausklang des letzten Heimspiels.
Blick nach vorne
Ein Spiel steht noch aus: Am 20. Juni 2026 reisen die Spartans nach Oberaich zu den Upper Styrian Rhinos. Dort setzt die Kampfmannschaft den Schlusspunkt unter die Saison 2026.




Kommentare